Konfiguration eines Raspberry Pi für den Einsatz: Multimedia und Spiele

Die Anleitungen beziehen sich auf die raspian-Distro des Raspberry Pi.

Vorbereitung

  1. image herunterladen (von RaspberryPi.org),
  2. prüfen der sha1sum: sha1sum ~/<filename>
  3. entpacken des images: unzip ~/<filename>
  4. herausfinden, welches device die SD-Karte hat; unten: /dev/sdd
  5. das image auf SD–Karte mit <dd> schreiben: dd bs=4M if=~/<filename> of=/dev/sd(d). Wichtig: bei of=/dev/sd(d) nicht eine einzelne Partition (z.B.. sdd1) angeben, sondern die gesamte SD-Karte (ohne Partitionsnummer). Ein sehr gutes (und wesentl. umfangreicheres Tutorial gibt es unter: elinux.org

Erst-Konfiguration

  1. im Terminal ausführen von raspi_config
    1. setzen von locale: de_euro (alternativ: de_UTF8)
    2. setzen der timezone: europe/Berlin
    3. setzen des Keyboard-Layouts
    4. sofern der Pi nur als Server eingesetzt wird (was hier nicht der Fall ist): Start des xservers bei boot-Vorgang deaktivieren
    5. Falls der Einsatz des raspis zu Multimedia-/Spielezwecken: memory_split der GPU mehr RAM geben; auf 128 MB erhöhen
    6. expand_root_fs: um die gesamte Speicherkapazität der SD-Karte nutzen zu können
  2. ein update durchführen: sudo apt-get update & apt-get upgrade

Remote Desktop-Verbindung konfigurieren

  1. auf Pi: <apt-get install xrdp>: installiert eine remote desktop Server
  2. auf lokalem Rechner: <apt-get install rdesktop> (in ubuntu ist i.d.R. eine grafische Anwendung (entfernte Rechnerverbindung) bereits vorinstalliert
  3. auf lokalem Rechner entfernte Desktop-Verbindung auf den Pi starten: <rdesktop -g 1280×1024 -k de> mit den Schaltern <-g>: Desktopauflösung und <-k>: dt. Keyboard für <de>

Multimedia konfigurieren

Audio

  1. Alsa-Soundkarten-Treiber/utils installieren: <apt-get install alsa-utils>
  2. Kommando-Zeilen-mp3-Player (bei Bedarf) installieren: <apt-get install mpg321>
  3. vlc-Player installieren: <apt-get install vlc>. Der VLC-Player enthält auch die codecs für Video-Ausgabe
  4. Versuch: sudo apt-get install libupnp4 libupnp6 upnp-inspector

Video

  1. s. Pkt. 3 bei Audio: der vlc-Player spielt quasi alles ab 😉

 

Internet

  1. bei Bedarf: firefox (iceweasel) auf dem Raspi installieren. Ich habe mich dazu entschlossen, da die auf dem Pi vorinstallierten Browser (midori etc.) nur gebrenzt Multimedia-fähig sind.

Power Management

bei Anschluss des Pis an einem Lapdock ist der Status des Akkus interessant. Deshalb: <apt-get install gnome-power-manager> unter raspian. Hinweis: batmon.app unter LXDE taugt irgendwie nicht viel…

E-Mail / Mailserver

ggf. soll auf dem Raspi ein eigener Mailserver installiert werden.

Hierfür benutze ich

  • postfix (apt-get install postfix), das aber noch konfiguriert werden muss.
  • damit E-Mails von der Kommandozeile aus verschickt werden können muss auf dem PI noch das Paket mailutils-common installiert werden.

Emulatoren

Einer darf nicht fehlen: ein C64-Emulator. Es bietet sich auf dem Pi die Installation von ‚vice‘ an. Beschrieben wird der Installtionsprozess bei elinux.org. Hier meine Zusammenfassung/Schritte:

  1. Offensichtlich ist ‚vice‘ nicht in den standard-Paketquellen enthalten (ein! auch nit bei Freischaltung von ‚contrib‘!). Deshalb habe ich in einem Forum folgende Quelle zum einmaligen Herunterladen von vice für RasPi gefunden:
  2. wget http://www.frank-buss.de/raspberrypi/vice_2.3.dfsg-4_armhf.deb
    dpkg -i vice_2.3.dfsg-4_armhf.deb
  3. bei Installieren per dpkg kam eine Fehlermeldung, dass die Pakete ‚libgtklext1‘ und ‚libieee1284-3‘ nicht installiert seien. Deshalb die Pakete vorher installieren.
  4. wget http://www.zimmers.net/anonftp/pub/cbm/crossplatform/emulators/VICE/old/vice-1.5-roms.tar.gz
    tar -xvzf vice-1.5-roms.tar.gz
    cp -a vice-1.5-roms/data/* /usr/lib/vice/
  5. dann kann man direkt starten und wie früher mit Basic seine Endlos-Schleifen schreiben.
  6. fehlt noch was? Ach ja: Spiele! Eine große Sammlung kann man unter c64games anschauen und auch herunterladen. Aber: Lizenzrechte beachten!

 

Raspi ohne Desktop-Umgebung und grafischer Oberfläche

soll der Raspi als reiner Server dienen benötigt man die Desktop Umgebung nicht. Alle grafischen Elemente lassen sich mit nachfolgendem Befehl entfernen.

apt-get remove --dry-run --auto-remove --purge libx11-.*

Das bedeutet, dass alles gelöscht wird, was auf X11 basiert. Deshalb werden oben die libx11 „base libraries“ entfernt.

 

 

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