Open Source

Auf dieser Seite sollen ökonomische, gesellschaftspolitische und… Aspekte des Einsatzes von Open Source Software beleuchtet werden.

In einem Artikel auf heise open wird ziemlich plastisch beschrieben, in wie fern der Einstz zum einen zu Kosteneinsparungen in der Öffentlichen Verwaltung und zum anderen für eine aus Steuerzahlersicht effizientere Allokation von Geldern führt.

Schlussfolgerungen aus der Studie:

„Die Öffentlichen Verwaltungen sind Treiber für den Einsatz von Open Source, wobei die anhaltenden Veränderungen und Umstrukturierungen bei den Öffentlichen Einrichtungen auch in den nächsten Jahre zu weiteren OSS-Projekten führen werden. Der Öfentliche Sektor setzt Open-Source-Software schon jetzt in überdurchschnittlichem Maße ein, wobei mit weiter steigender Verbreitung von open Source im Öffentlichen Sektor zu rechnen ist. Bei der Neueinführung von Fachverfahren spielt Open Source eine bedeutende Rolle, da in diesem Bereich verstärkt Open Source-basierte Middleware oder web-basierte Anwendungen zum Einsatz kommen.

Für OSS-Unternehmen ist das Kundenfeld der Öffentlichen Dienstleister deutlich interessanter als für Nicht-OSS-Unternehmen. Dies ist vor allem auf die Vorteile bei den Lizenz- und Betriebskosten sowie der von Kundenseite erwarteten höheren Flexibilität und Unterstützung von Standards zurückzuführen. Aufträge der Öffentlichen Verwaltungen im Bereich Open Source gehen bevorzugt an kleine und mittlere, regionale und nationale Dienstleister. Die Öffentlichen Einrichtungen rechnen mit einer Steigerung der Dienstleistungskosten von bis zu 25 Prozent, die überwiegend OSS-Unternehmen zu Gute kommen werden.

Die höhere Innovationskraft der OSS-Unternehmen, die Unterstützung offener Standards sowie die Vorteile bei Lizenzkosten und die überwiegend regionale Beauftragung lassen die OSS-Unternehmen in Hinblick auf Öffentliche Einrichtungen wettbewerbsfähiger als Nicht-OSS-Unternehmen wirken. Der hohe OSS-Anteil bei der Neueinführung von Fachverfahren erhöht damit auch den Druck auf Anbieter proprietärer Verfahren, sich mit Open Source auseinanderzusetzen.

Insgesamt lässt sich aus den Ergebnissen folgern, dass der Einsatz von Open-Source-Software zu mehr Beschäftigung in Deutschland führen kann.

Es ergeben sich folgende wesentliche Handlungsempfehlungen:

  • Die Befürchtung einer mangelnden Interoperabilität mit der bestehenden IT-Infrastruktur wird als größtes Hindernis für die Einführung von Open Source gesehen. Daher müssen die Öffentlichen Einrichtungen dazu übergehen, eine Migration hin zu offenen Datenformaten und -standards vorzunehmen und deren Ablauf gezielt planen, um das Zusammenspiel von kommerziellen und Open Source-Anwendungen zu verbessern. Mächtig ist eine „Strategie offener Austauschformate“, die OSS zu mehr Chancengleichheit verhilft: Die Verwendung von Standards erleichtert die Austauschbarkeit von Anwendungen innerhalb der bestehenden IT-Infrastruktur einer Einrichtung.
  • Rückblickend haben sich die Entscheidungen für Open Source in der Öffentlichen Verwaltung gelohnt. Entscheidungsträger in der Politik und Öffentlichen Verwaltung sollten diese Ergebnisse ermuntern, die Vorteile von OSS-Anwendungen zu prüfen und Open Source einzusetzen. Auch IT-Unternehmen sollten die Vorteile, die der Einsatz von Open Source Software bietet, genau prüfen nicht zuletzt, da derzeit verstärkt Fachverfahren mit quelloffener Software realisiert werden. Anbieter proprietärer Lösungen sollten daher prüfen, wo die Erweiterung ihres Dienstleistungsangebots um Open Source neue Chancen im Wettbewerb und ein gesteigertes Innovationspotenzial bieten kann.
  • Open Source führt verstärkt zu regionaler Wertschöpfung und stärkt das Innovationspotenzial der IT-Unternehmen. EU-Kommission sowie Bundes- und Landesregierungen sollten daher v.a. Mittel in die Förderung von Informationstechnologie und Open-Source-Software umschichten. Das bietet die Chance, dass aus Öffentlichen Mitteln wieder „Öffentliche Güter“ in Form von OSS entstehen, die dann sowohl Öffentlichen Einrichtungen als auch IT-Unternehmen zur wirtschaftlichen Verwertung frei zur Verfügung stehen.“

Neben den o.a. Argumente halte ich aus der Praxis mit IT-Projekten folgende Argumente als wesentlich:

  • Beim Einsatz von open source Produkten kann im Zuge einer SW-Evaluation das zukünftige Zielsystem ausführlich evaluiert werden und dies ohne einen Anfall von Lizenzkosten, Dies dürfte v.a. bei organisationskritischen IT-Systemen ein besonderes Gewicht haben.
  • Open source software basiert auf offenen Standards (s.o.), verwendet -natürlich in Abhängigkeit des Systems- häufig Internettechnologien. Die Folge davon ist, dass der Aufwand für Rollouts, Systempflege, Administration, Funktionserweiterungen,.. um über 50% abnehmen kann.

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